Das Russische Nationalballett: Schwanensee – unsere Meinung zum Stück

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Wir durften „Schwanensee“, getanzt vom Russischen Nationalballett, in der Lipperlandhalle in Lemgo anschauen. Hier unsere Meinung zum Stück.

Die Handlung des Balletts Schwanensee
Teil 1:

Prinz Siegfried feiert unbeschwert seinen Geburtstag und wird von seiner Mutter daran erinnert, dass er bald eine Braut finden muss. Er bekommt eine Armbrust geschenkt und geht lieber auf die Jagd. Kurz vor Mitternacht gelangt er an einen See, an dem er staunend die schönen Schwäne beobachtet („Schwanentanz“). Die Schwanenkönigin erzählt Siegfried, dass sie von Zauberer Rothbart in einen Schwan verwandelt wurde und in Wahrheit die Prinzessin Odette ist. Nur um Mitternacht verwandeln sie und ihr Hofstaat zurück in Menschen. Den Zauber brechen kann nur die wahre Liebe eines Prinzen. Siegfried schwört ihr ewige Treue, aber die Geisterstunde ist schon vorbei und alle werden wieder zu Schwänen.

Teil 2:

Am nächsten Abend bei dem offiziellen Geburtstags-Ball soll Siegfried seine Braut auswählen. Es erscheinen Gäste aus verschiedenen Ländern, aber seine Wahl steht bereits fest, er will Odette. Plötzlich kommt der Zauberer Rothbart zusammen mit seiner Tochter Odile, die aussieht wie Odette, aber in einem schwarzen Kleid. Siegfried fällt auf den Schwindel herein und schwört Odile seine Treue. Am Fenster sieht Odette was geschehen ist und eilt davon. Siegfried läuft ihr hinterher zum See. Für das Ende von Schwanensee gibt es nun verschiedene Varianten (Odette stirbt, Siegfried stirbt, beide sterben…). In diesem Ballettstück siegt zum Glück das Gute und gerade noch rechtzeitig schwört der Prinz seiner Odette ewige Treue.

Das Russische Nationalballett: Schwanensee – unsere Meinung zum Stück

Wir hatten uns eigentlich auf das gemütliche „Theater im Park“ in Bad Oeynhausen gefreut, leider war die Vorstellung hier restlos ausverkauft. Daher schauten wir uns zwei Tage später die Aufführung in der Lipperlandhalle in Lemgo an. Das Ambiente (Turnhalle / Stadion) passte leider nicht so schön zu klassischem Ballett und ist sicher eine Herausforderung für jeden Tänzer. Die Bühne erschien verhältnismäßig klein und der schlichte blaue Hintergrund und die recht sparsamen Requisiten kamen nicht so gut zur Geltung.

Tänzerische Präzision bei den Hauptfiguren

Dafür waren die Kostüme wirklich grandios und auch die tänzerische Leistung einwandfrei. Nur im ersten Teil hätte der Prinz für unseren Geschmack etwas mehr tanzen können. Er schreitet meistens nur durch jede Szene, oder hat eine „tragende Rolle“. Mühelos hebt er Odette durch die Luft (mit einer Größe von ca. 1,95m hat er dafür auch die idealen Voraussetzungen). Im zweiten Teil sieht man dann doch noch einige tolle Sprünge und Drehungen von ihm. Die Figuren und Drehungen von Odette waren zwar sehr präzise und tänzerisch perfekt, aber doch alle sehr ähnlich. Da hat uns der Pfeffer von Odile (u.a. mit ihren 32 berühmten Fouetté Drehungen) besser gefallen. Übrigens werden Odette und Odile von ein und derselben Tänzerin getanzt! Zwei völlig unterschiedliche Charaktere und Tanzstile – sicher nicht einfach in der Umsetzung.
Insgesamt hat uns etwas die schauspielerische Umsetzung (Mimik / Gestik) gefehlt.

Die heimlichen Stars

Besonders beeindruckt haben uns ein paar der eher kleineren Rollen. Der Hofnaar mit seinen vielen Sprüngen, Zauberer Rothbart mit seiner ausdrucksstarken Darbietung und der ungarische Tanz mit den vielen schnellen Sprüngen und Drehungen waren einfach toll. Gewartet haben wir natürlich auch auf die berühmten „vier kleine Schwäne“, die sehr präzise und sehr synchron getanzt haben.

Das Finale

Der Ostwestfale spendet generell wenig Zwischen-Applaus ;). Meistens staunt er einfach nur vor sich hin. So wurde das Publikum auch erst nach der Pause warm und es gab hier und da Beifall z.B. für aufwändige Sprünge. Am Ende gab es einen langanhaltenden Applaus und sogar den Wunsch nach einer Zugabe. Etwas schade fand ich, dass nicht alle Tänzer noch einmal auf die Bühne gekommen sind. Nur die Hauptdarsteller und die Schwäne wurden beklatscht.

Über Eva

Ich bin seit 2008 Produkttesterin, seit 2011 mit dem eigenen Produkttestblog. In meinem Blog schreibe ich über Online-Shops, Produktneuheiten, Freizeitaktivitäten und Reiseziele für Familien und starte wöchentlich Gewinnspiele und Testaktionen für meine Leser. Ich wohne zusammen mit Tochter Zoe (geb. Februar 2008), Sohn Jamie (geb. Dezember 2010) und Papa in einer Doppelhaushälfte in Kirchlengern. Hauptberuflich bin ich zuständig für die Lohn- und Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter.

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