Nikotinentzug: Die ersten Tage sind die schwersten

Nikotinentzug: Die ersten Tage sind die schwersten

Wer bereits einmal einen Nikotinentzug durchgemacht hat, weiß, dass aufmunternde Worte, wenn überhaupt, nur einen geringen Effekt erzielen. Denn ein Entzug ist nicht ohne und verlangt sowohl Körper als auch Psyche einiges ab!

Oft sind es gerade die ersten Tage, die einen zur Weißglut bringen und mit wenig Disziplin gelangt schnell die erste Rauchwolke wieder in unsere Lunge. In diesem Artikel möchten wir dem Leser einen Einblick in die ersten Tage eines Nikotinentzuges geben und erläutern, wie man diesen überstehen kann.

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Die beste Vorbereitung ist der Wille, mit dem Rauchen aufzuhören

Im Hinterkopf von fast 60 % der aktiven Raucher schwirrt der Gedanke, die Zigarette an den Nagel zu hängen! Am Ende sind es aber nur die wenigsten, die aus einem Gedanken einen Entschluss festmachen. Der Grund? Es liegt am Willen! Wenn man sich diesen Schritt fest vornimmt, gehört ein unbändiger Wille endlich aufzuhören, zu den Grundvoraussetzungen und stellt den ersten Teil der Vorbereitung dar. Sobald dieser gefasst wurde, geht es darum, die richtige Strategie zu finden, möchte ich einen kalten Entzug oder einen sanften mit Alternativprodukt wie tabakfreien Snus?

Ist die Entscheidung gefallen, geht es an die weiteren Vorbereitungen. In diesem Schritt sollten Betroffene sich über die notwendige Unterstützung Gedanken machen, bevor es mit den Auseinandersetzungen der bevorstehenden Nebenwirkungen weitergeht. Es ist kein Geheimnis, dass ein Entzug mit psychischen und auch physiologischen Nebenwirkungenverbunden ist, dessen Intensität von Mensch zu Mensch unterschiedlich ausfällt.

Die ersten Tage sind die schwersten – aber danach wird es leichter

Die Tat ist gut überlegt, noch eine letzte Zigarette und dann ist der Glimmstängel endlich Geschichte! In den ersten Minuten durchflutet ein wunderbar befreiendes Gefühl den Körper, bevor sich bereits nach wenigen Stunden die ersten Entzugserscheinungen einschleichen.

Konzentrationsstörungen bei der Arbeit, die ersten Heißhungerattacken auf den fettigen Burger vom Imbiss um die Ecke halten Einzug, bevor am Ende des Tages Kopf und Körper von Einschlafproblemen gequält werden. Hier sprechen wir nur von den psychischen Entzugserscheinungen, nachfolgend einen Einblick auf den Einfluss des Nikotinentzuges auf unseren Körper.

Wir leiden während des Entzuges auch unter körperlichen Problemen, welche gerade zu Beginn uns selbst und unseren Alltag fest im Griff haben. Wir verspüren ein unangenehmes Kribbeln unter unserer schwitzigen Haut und Kopf sowie Gliederschmerzen können uns durch den Alltag begleiten. Doch das sind nur einige Nebenwirkungen, weiterhin können auch Folgende auftreten:

● Herzrasen

● Atemnot

● Magenschmerzen hin zu Durchfall

● Kreislaufprobleme mit einhergehenden Schwindel

● etc.

Unser Körper benötigt ungefähr sieben bis zehn Tage, um unseren Hormonhaushalt wieder in die richtige Bahn zu lenken, danach sollte zumindest der körperliche Entzug vorüber sein. Auf psychischer Ebene belasten uns mögliche depressive Verstimmungen oder das Verlangen nach der Zigarette üblicherweise zwei bis sechs Monate, nicht selten kann diese Phase auch bis zu neun Monate anhalten.

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Hilfsmittel und Tricks, um mit dem Nikotinentzug zurechtzukommen

Um mit dem Nikotinentzug zurechtzukommen, gibt es einige Hilfsmittel und Tricks, die Betroffenen helfen können. Zunächst einmal ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass der Entzug normal ist und jeder abstinente Raucher diesen durchmacht. Es ist auch kein Zeichen von Schwäche, wenn man während des Entzuges zu kämpfen hat! Viele Menschen finden Trost in bestimmten Ritualen und Gewohnheiten, die ihnen helfen, den Entzug besser zu überstehen.

Eine dieser Gewohnheiten kann etwa die tägliche Meditation sein. In diesen meist zwanzigminütigen Sessions können Körper und Geist in Einklang gebracht und so zumindest für einen Moment der Entzug aus dem Leben verbannt werden. Es gibt auch Menschen, die bei Bedarf Nikotinpflaster verwenden oder auf andere Ersatzprodukte zurückgreifen, um den Entzug zu lindern.

Fazit – ein langer, aber gesunder Weg!

Nun wissen wir also, dass der Nikotinentzug ohne Weiteres mehrere Monate in Anspruch nehmen kann. Um diese Phasen gut zu überstehen, ist eine sorgfältige Planung unerlässlich. Dennoch sollte man auch bei eventuellen Rückschlägen niemals den Mut verlieren und sich immer wieder aufraffen, denn am Ende des Weges klopft ein gesünderes Leben an die Tür.

Eva

Ich bin seit 2008 Produkttesterin, seit 2011 mit dem eigenen Produkttestblog. In meinem Blog schreibe ich über Online-Shops, Produktneuheiten, Freizeitaktivitäten und Reiseziele für Familien und starte wöchentlich Gewinnspiele und Testaktionen für meine Leser. Ich bin alleinerziehend und wohne zusammen mit Tochter Zoe (geb. Februar 2008) und Sohn Jamie (geb. Dezember 2010) in Kirchlengern. Hauptberuflich bin ich zuständig für die Lohn- und Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter.

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