Gastartikel: Damit im Kinderzimmer Ordnung einkehrt

Müssen Sie sich abends immer erst den Weg zum Schlafzimmer freiräumen, weil er von herumliegenden Spielsachen versperrt wird? Dann sollten Sie nicht einfach routinemäßig das Chaos beseitigen, sondern sich fragen, wieso Ihre Kinder das nicht selbst tun.

Die nächste Überlegung ist dann, wie Sie Ihren Kindern beibringen, Ordnung zu halten. Denn keiner ist ordentlich vom Himmel gefallen. Ordnung ist eine Tugend, die erlernt werden muss. Je nach Alter sollten Sie die Kinder unterschiedlich zum Aufräumen anhalten. Es ist aber sinnvoll, bereits im Kleinkindalter damit zu beginnen. In dieser Zeit lernen die Kinder zwar erst, überhaupt Strukturen wahrzunehmen. Aber sie lassen sich spielerisch auch zu Vielem animieren und machen den Eltern gerne alles nach. Das entlastet nicht nur Ihre jetzige Situation, denn Sie müssen abends vielleicht weniger aufräumen, sondern wird den Kleinen auch in Zukunft zum Vorteil gereichen.

Gehen Sie mit gutem Vorbild voran

Wie bei vielen Dingen gilt: Gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Das bedeutet nicht, dass Sie hinter den Kindern her aufräumen, sondern dass Sie Ihre eigenen Sachen aufräumen. Die Kinder schauen sich dann ab, dass man aufräumen muss, wenn man mit einer Tätigkeit fertig ist. Betonen Sie auch verbal immer wieder, dass Sie mit einer Sache fertig sind und diese nun wegräumen. Beginnen Sie sehr früh damit, die Kleinen dabei helfen zu lassen. Wenn Sie beispielsweise mit einem gemeinsamen Puzzle fertig sind, legen Sie die Teile in den Karton, bevor das nächste Spiel angefangen wird. Fordern Sie das Kind auf, auch einige Teile hineinzugeben.

Ordnung mit System

Wichtig ist außerdem, dass in Ihrem Zuhause alles seinen Platz hat, sodass die Kinder wissen, wo etwas hinkommt. Verstauen Sie daher Spielzeuge immer an der gleichen Stelle. Kleine Kinder sind stolz, wenn Sie wissen, wo etwas hinkommt. Schnell werden Sie es Ihnen aus der Hand reißen, um es dorthin zu bringen. Loben Sie sie dann dafür.

Gut ist es auch, wenn die Kinder die richtigen Plätze benennen können, sodass Sie diese abfragen können. Dann entsteht ein Spiel aus dem Aufräumen. Platzieren Sie doch zum Beispiel die Spielzeuge in bunten Aufbewahrungsboxen etwa von Vertbaudet. Dann kann Ihr Sohn oder Ihre Tochter Ihnen erklären, dass er oder sie die Bücher jetzt in die grüne Box und die Bausteine in die blaue Box legt. So trainieren Sie gleichzeitig die Farben. Oder Sie verknüpfen Themen. Dann gehören die Spielzeugautos zum Beispiel in die Kiste mit dem Auto darauf. Auf Ordnungssysteme mit Tafel können Sie individuell Motive aufbringen.

Ärgern Sie sich aber nicht darüber, wenn Ihr Kind vielleicht andere Vorstellungen davon hat, wo etwas hingehört. Gerade in seinem eigenen Zimmer sollte es auch eine eigene Ordnung entwickeln dürfen. Unterstützen Sie es dabei und zeigen Sie nicht, dass Sie alles besser wissen. Das fördert eine Entwicklung zur Selbständigkeit.

Lassen Sie sich von Ihren Kindern im Haushalt unterstützen

Kinder zur Ordnung zu erziehen, ist eine wichtige Station auf ihrem Erziehungsweg. Je früher sie das Aufräumen lernen, desto tiefer verinnerlichen sie es. Aber es hat auch weitere Vorteile, nämlich dass Ihr Zuhause aufgeräumter ist. Denken Sie ruhig auch mal an sich. Seien Sie nicht der Meinung, Sie wären alleine schneller mit dem Aufräumen. Ihre Kinder lernen ja noch. Fangen Sie früh an, Ihnen beizubringen, dass sie im Haushalt helfen sollen. Das kostet anfangs vielleicht etwas Nerven, wird sich aber schnell auszahlen, wenn die Kinder größer werden und mitanpacken. Das kann auch ruhig über das eigene Zimmer hinausgehen. Spülmaschine aus- und einräumen, Müll runterbringen usw. nehmen Ihnen Arbeit ab.

Über Eva

Ich bin seit 2008 Produkttesterin, seit 2011 mit dem eigenen Produkttestblog. In meinem Blog schreibe ich über Online-Shops, Produktneuheiten, Freizeitaktivitäten und Reiseziele für Familien und starte wöchentlich Gewinnspiele und Testaktionen für meine Leser. Ich bin alleinerziehend und wohne zusammen mit Tochter Zoe (geb. Februar 2008) und Sohn Jamie (geb. Dezember 2010) in Kirchlengern. Hauptberuflich bin ich zuständig für die Lohn- und Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter.

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