„Die Champagnerfürstin“ von Annette Fabiani

„Die Champagnerfürstin“ von Annette Fabiani

*Anzeige* Ich habe einen interessanten Roman über zwei starke Frauen, die sich im 18. Jahrhundert gegen die Männerwelt behaupten mussten, gelesen und möchte euch diesen gerne vorstellen:

Die Champagnerfürstin

  1. Herausgeber: Goldmann Verlag
  2. Autor: Annette Fabiani
  3. Seitenzahl: 528
  4. Erscheinungsdatum: 20. Juni 2022
  5. Sprache: Deutsch
  6. ISBN: ‎ 978-3442492688

Inhalt:

Reims 1858: Als Jeanne Pommery überraschend Witwe wird, steht die Konkurrenz schon bereit, um den Weinhandel ihres verstorbenen Mannes zu zerschlagen. Jeanne will das Unternehmen jedoch selbst weiterführen, wohlwissend, dass sie sich in einer unerbittlichen Männerwelt behaupten muss. Deshalb sucht sie Rat bei Barbe-Nicole Clicquot, die nach dem Tod ihres Mannes aus ein paar Weinbergen ein Weltimperium schuf. Jeanne lernt viel von der alten Dame, die als junges Mädchen die französische Revolution überlebte und allen Widrigkeiten trotzte. Schließlich gelingt es der selbstbewussten Jeanne, mit einem neuartigen Brut-Champagner den Markt zu erobern. Doch Krieg und Aufstände drohen ihr Lebenswerk zu zerstören … (Klappentext)

Meine Meinung:

Jeanne Pommery und Barbe-Nicole Clicquot sind beide viel zu früh verwitwet und haben beide das Geschäft ihrer verstorbenen Ehegatten übernommen. Ihr Schicksal ist ähnlich. Beide müssen sich in einer von Männern dominierten Welt durchsetzen. Während Barbe-Nicole dies bereits gelungen ist, steht Jeanne noch ganz am Anfang und holt sich Rat und Hilfe bei Barbe-Nicole.

Flüssig und lebendig berichtet Annette Fabiani über das Leben der Protagonistinnen. Dabei beschränkt sie sich jedoch nicht auf die beiden Frauen, sondern bettet diese in die zeitgeschichtlichen Hintergründe, wie den Krieg, der genau in dieser Zeit stattfand, ein. Aber es ist nicht nur der Krieg, der die Geschäfte der Weinbauern:innen erschwert. Es sind auch die klimatischen Bedingungen, die das Leben der Winzer:innen keineswegs leicht machen.

Außerdem gibt es zahlreiche Fakten über den Wein- und Champagnerhandel, so dass ich eine Menge Neues erfahren habe. Man merkt, dass die Autorin eine Menge recherchiert haben muss und sie versteht es die Fakten – egal ob historisch, die um den Weinanbau oder das gesellschaftliche Leben der französischen Bevölkerung – so zu vermitteln, dass es beim Lesen Spaß macht, hinzuzulernen.

Weder Jeanne noch Barbe-Nicole ist der Erfolg zugeflogen. Was die beiden Frauen erreicht haben, war harte Arbeit und die Schattenseiten ihres Lebens werden hier ebenso beleuchtet wie ihr Erfolg.

Durch einfache leicht verständliche französische Worte und Namen kam auch der Flair Frankreichs direkt bei mir an.

Mein Fazit:

Aus meiner Sicht ist dieser Roman rundum gelungen. Fast 100 Jahre französische Geschichte, zwei interessante und starke Frauen und Wissenswertes über Wein und Champagner, so viele Fakten und Informationen in einem Buch, das lohnt sich. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Elke

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