Sony Reader PRS-T3 plus im Test

Sony Reader PRS-T3 plus im Test

Nachdem ich mit meinem Kindle Paperwhite zwar vom Lesekomfort immer sehr zufrieden war, ich aber leider stark an Amazon gebunden war, habe ich mir einen zweiten Reader zugelegt. Mit dem Sony Reader PRS-T3 plus kann ich nun auch die E-Books von meiner Schwester lesen (ohne ihren Reader ausleihen zu müssen) und auch Rezensionsexemplare als epub sind kein Problem mehr.

Sony Reader PRS-T3 plus im Test
Bestellt habe ich den E-Book-Reader bei ebook.de, wo er zurzeit im Angebot ist für 119,-€ statt 139,-€.

Design
Das Besondere an dem Reader ist, dass die Schutzhülle bereits integriert ist. Der Sony Reader ist in den Farben Schwarz, Weiß und Rot erhältlich, ich habe mich für Weiß entschieden. Von der Größe her ist er nur minimal kleiner als der Amazon Paperwhite, das Display ist aber bei beiden Modellen identisch. Rein optisch gefällt mir der Sony Reader mit seinem schmaleren Rahmen besser. Unten am Rahmen findet man fünf silberfarbene Knöpfe, mit denen man das Gerät intuitiv bedienen kann. Der Sony Reader liegt gut in der Hand und die Schutzhülle wird einfach nach hinten umgeklappt. Dadurch ist das Gerät griffiger und nebenbei wird die Rückseite auch nicht abgerieben, da sie beim Lesen geschützt ist. Insgesamt sehe ich die integrierte Schutzhülle als großen Vorteil.

Display
Hier ist mir direkt ein leichtes Wackeln beim Sony Reader aufgefallen, welches ich beim Kindle nicht kannte. Ich dachte erst es würde am niedrigen Akku-Stand liegen, aber auch bei vollem Akku hat man zum Beispiel beim Umblättern diese Störung. Nach kurzer Rücksprache mit dem Kundendienst habe ich erfahren, dass der Bildschirminhalt beim Sony Reader standardmäßig nach einigen geblätterten Seiten invertiert, sich also komplett Schwarz färbt, bevor die nächste Seite erscheint. Dies erscheint dem Leser als Flackern und dient dazu, Schattenbilder zu vermeiden. Das Invertier-Verhalten lässt sich in den Einstellung des Readers anpassen, z.B. darauf, dass es erst nach jeder 100. Seite erfolgt.
Ansonsten ist die Anzeige sehr scharf und klar, man kann alles sehr gut erkennen, sogar besser als beim Kindle Paperwhite.
Leider fehlt beim Sony Reader die Beleuchtung. Das bedeutet man muss zusätzlich die Nachttischlampe einschalten, beim Paperwhite braucht man das nicht. Eine Aufsatzlampe oder ein Leucht-Cover kann zusätzlich erworben werden (ca. 50,-€ für das Cover).

Handhabung
Die Bedienung erfolgt via Touchdisplay oder mit Hilfe der Knöpfe unten am Reader. Sowohl das Umblättern als auch die Menüführung gehen schnell und mit einem Touch. Mit den Knöpfen geht es meistens noch ein bisschen schneller. Beim Scrollen auf Webseiten flackert der Bildschirm leicht auf, da ein E-Ink-Display nicht so schnell reagieren kann wie man es vom Tablet oder Smartphone her kennt. Da surfen bei einem E-Book Reader ja nicht so wichtig ist, finde ich es nicht weiter schlimm.

Akkulaufzeit
Laut Herstellerangaben soll der Akku bei WLAN-Aktivierung und 1/2 Std. Lesen täglich bis zu zwei Monate lang halten. Ich habe den Reader noch nicht so lange, daher kann ich dieses noch nicht beurteilen. Allerdings ist bei mir ein Download abgebrochen weil der Akkustand zu niedrig war :/. Geladen hatte ich per USB Kabel mit dem Schnell-Lademodus. Nach einer Ladezeit von nur drei Minuten soll man damit ca. 600 Seiten lesen können. An sich super, aber für einen Download (System Aktualisierung) ist die Akkuleistung dann wohl doch zu schwach. Voll aufgeladen ist der Akku bereits nach zwei Stunden.

sony e-book-reader im test (4)

Bestellen von E-Books
Um ein E-Book zu kaufen, geht man auf der Startseite auf den Link von ebook.de. Hier muss man sich einmalig registrieren, was sehr schnell geht. Die Suchfunktion klappt einwandfrei und innerhalb kurzer Zeit ist das gewünschte E-Book gefunden und bestellt. Anders als bei dem Kindle steht das E-Book allerdings nicht direkt im Regal des Readers zur Verfügung. Man muss erst in sein Kundenkonto gehen und dort das Buch auf den Reader runterladen. Hat man vorab auch an die Adobe ID gedacht, geht dieses ohne Probleme.

Fazit
Besonders praktisch finde ich die integrierte Schutzklappe und die lange Akkulaufzeit. Was mir fehlt ist eine Display-Beleuchtung. Da ich mit dem Kindle Paperwhite zu sehr an Amazon gebunden bin, ist der Sony Reader mein neuer Favorit.

Eva

Ich bin seit 2008 Produkttesterin, seit 2011 mit dem eigenen Produkttestblog. In meinem Blog schreibe ich über Online-Shops, Produktneuheiten, Freizeitaktivitäten und Reiseziele für Familien und starte wöchentlich Gewinnspiele und Testaktionen für meine Leser. Ich bin alleinerziehend und wohne zusammen mit Tochter Zoe (geb. Februar 2008) und Sohn Jamie (geb. Dezember 2010) in Kirchlengern. Hauptberuflich bin ich zuständig für die Lohn- und Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter.

11 Gedanken zu “Sony Reader PRS-T3 plus im Test

  1. Vielen Dank für diesen Bericht! Ich bin gerade auf der Suche nach einem neuen Reader. Mein Kobo ist nach treuen Diensten leider verschieden und jetzt muss ein neuer her. Der Kindle kommt für mich auch nicht infrage.

    Ist die fehlende Beleuchtung (hatte der Kobo ja) ein großes Problem? Auf dem Bild wirkt es ja recht dunkel?

    Liebe Grüße!
    Danielle

      1. das seh ich genauso. Mir fehlt das Licht auch nicht. Wenn ich abends ein normales Buch im Bett gelesen habe, hab ich ja auch die Nachttischlampe eingeschaltet…..von daher ist das für mich auch kein negativer Punkt.

  2. Ich habe genau den gleichen Reader auch seit ca. 6 Monaten und bin absolut angetan. Grundsätzlich bin ich auch ein großer Fan von “echten” Büchern und bummle gern durch Bücherläden, aber irgendwie geh ich auch gern am “Zahn der Zeit” mit. Als Frau schleppt man sowieso schon eine halbe Tonne an Zeugs in der Handtasche mit und dieser Reader ist ein echtes Leichtgewicht und auch für den Urlaub ist das eine wunderbare Möglichkeit und der Akku hält ewig ewig ewig. Ich persönlich finde, dass ist einer der schönsten Reader am Markt…..meine beste Freundin hat sich den auch direkt gekauft…In unserer Buchhandlung im Ort gab es den ganz lange für 99 Euro…..LG

  3. Ich habe auch den Paperwhite und bin vollstens zufrieden.
    Man ist zwar an Amazon gebunden, da es dort aber bisher alle Bücher gab die ich gesucht habe, empfinde ich es nicht als Nachteil.
    Ohne Beleutung würde ich jedoch als störend und Nachteil empfinden.
    Merke grade wieder wo ich ein normales Buch lese, das ich dazu Abends im Bett keine Lust habe wegen der extra Leselampe… stört mich inzwischen irgendwie..
    LG Sabrina

  4. Ich habe das Lesen gerade erst wieder für mich entdeckt. Eigentlich bin ich kein großer Fan von solchen Readern, da ich das Gefühl von Büchern in der Hand angenehmer finde, aber gleichzeitig ist es ein praktischer und leichter Leseersatz für unterwegs. Falls ich mir doch mal einen zulegen sollte, wird es vielleicht der Kindle, auch wenn ich die integrierte Schutzhülle bei diesem hier sehr gut durchdacht finde. 🙂

  5. Ich habe zwar keinen E-Book-Reader, aber einen Kindle Fire HD mit dem – wenn man möchte – auch E-Books von Amazon lesen kann. Da gibt es doch eh so gut wie alle Buchtitel?! Meinen Kindle nutze ich aber als Tablet zum Surfen & Blogs lesen. Ich bevorzuge noch die richtigen Bücher – kommt wohl daher, dass ich in der Bücherei gearbeitet habe ^^

    1. Für zu Hause mag ich auch immer noch richtige Bücher (insbesondere Hardcover) am liebsten. Für den Urlaub und unterwegs finde ich den Reader praktischer. Bei dem Kindle gefällt mir die Abhängigkeit von Amazon nicht – da gibt es zwar alles, aber ich will da nicht alles kaufen 😉 , sondern mir z.B. auch mal E-Books leihen.

  6. Schade das Sony keine weiteren eBook Reader mehr herstellt. Ich habe die Erfahrung gemacht das ein beleuchtetes Display auch bei direkter Sonneneinstrahlung das Lesen etwas angenehmer macht. Allerdings hatte ich da nur den Vergleich Beleuchtung Paperwhite an oder aus. Wie ist die Erfahrung mit dem Sony eBook Reader draußen zu lesen? Danke für den Bericht schon einmal. Vielleicht ist das noch eine Alternative bevor es den nicht mehr zu kaufen gibt.

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