Rasur: Früher vs. Heute

Rasur: Früher vs. Heute

Die Tradition der Rasur blickt auf eine lange Geschichte zurück. Diese liefert beispielsweise auch den Grund, weshalb sich Männer überhaupt rasieren. 

Daher ist es einmal interessant, zu dem Ursprung der Rasur zurückzukehren und herauszufinden, wie sich die Entwicklung vom simplen Rasierwerkzeug hin zu einem modernen Rasierset gestaltet hat. 

Rasur mit Feuerstein und Muscheln

Es wird angenommen, dass Menschen sich bereits regelmäßig rasiert haben, bevor sie diese Tätigkeit überhaupt schriftlich festhalten konnten. Wahrscheinlich ist, dass die Männer an einem gewissen Zeitpunkt bemerkt haben, dass ein langer Rauschebart in einigen Situationen hinderlich ist –beispielsweise bei der Jagd. 

So wurde die scharfe Kante des Feuersteinwerkzeugs genutzt, um die Gesichtsbehaarung zu entfernen. Danach stellten Muscheln ein beliebtes Werkzeug für die Rasur dar, welcheslange Zeit verwendet wurde. Aus der Rasur ist dann im Laufe der Jahrhunderte ein wahrer Kult entstanden. 

Das Rasiermesser

Nach einer gewissen Zeit stellten die Männer fest, dass die Rasur sich noch einfacher und angenehmer gestaltet, wenn Seifenschaum und Wasser genutzt werden, um das Gesicht vor der eigentlichen Rasur zu befeuchten. 

Nachdem die Möglichkeit entdeckt wurde, Metalle herzustellen und diese individuell zu bearbeiten, war auch das Rasiermesser geboren. Dieses wurde lange Zeit für die Nassrasur verwendet. Sowohl damals als auch heute stellt die Rasur mit dem Messer jedoch eine wahre Kunst da, die nur wenige meisterlich beherrschen. 

Die Gesichter vieler Männer waren so auch damals bereits ordentlich rasiert, wiesen jedoch häufig typische Rasierwunden auf. Aus diesem Grund war der Barbier schon damals überaus beliebt, auch, wenn seine Dienstleistungen nicht für alle Männer erschwinglich waren. 

Der erste Rasierhobel 

Damit die Nassrasur endlich für jedermann möglich wurde, war eine Weiterentwicklung des Rasiermessers notwendig. Diese bestand in dem Rasierhobel in Keilform. Die Innovation verbreitete sich schnell, sodass der Rasierhobel erstmals im Jahr 1874 in Großbritannien auf dem freien Markt verkauft wurde. 

So konnten sich alle Männer nach Lust und Laune rasieren, ohne sich der Gefahr des Rasiermessers auszusetzen. 

Austauschbare Rasierklingen

Das Jahr 1895 markierte dann den Beginn des Siegeszugs des modernen Rasiergerätes. King Camp Gillette erfand eine Halterung inklusive eines Griffs, in welche die Rasierklinge eingelegt werden konnte. Diese musste auch nicht mehr aufwändig nachgeschliffen werden, wie bei dem Rasierhobel. Sobald die Klinge des Rasierers stumpf wurde, konnte sie einfach gegen ein neues Exemplar ausgetauscht werden. 

Die Gillette Company nahm so ihre Produktion im Jahr 1903 auf. Den ersten elektrischen Rasierer erfand im Übrigen Jacob Schick. Dieser veräußerte seine Geschäftsidee an das Unternehmen Eversharp Incorporation, welches im Jahr 1993 eine Fusion mit Wilkinson einging. 

Der Systemrasierer 

Die Führungsposition von Gillette wurde einige Jahre später sowohl durch das Aufkommen der Rasierklinge aus rostfreiem Stahl ins Wanken gebracht als auch durch den Systemrasierer, welchen Wilkinson Sword im Jahr 1971 auf den Markt brachte. Der Scherkopf bestand aus Plastik und beherbergte zwei Klingen, die übereinander angeordnet waren. Im Folgejahr wurde auch von Gillette ein Zwei-Klingen-Systemrasierer vorgestellt. 

Im Laufe der folgenden Jahre wurde die Anzahl der Klingen von zwei auf drei und dann letztendlich auf vier Klingen erhöht. Der Konkurrenzkampf der beiden traditionellen Rasierer-Hersteller hält bis heute an. Es werden stetig neue Innovationen auf den Markt gebracht, welche die Rasur noch angenehmer und einfacher gestalten.

Eva

Ich bin seit 2008 Produkttesterin, seit 2011 mit dem eigenen Produkttestblog. In meinem Blog schreibe ich über Online-Shops, Produktneuheiten, Freizeitaktivitäten und Reiseziele für Familien und starte wöchentlich Gewinnspiele und Testaktionen für meine Leser. Ich bin alleinerziehend und wohne zusammen mit Tochter Zoe (geb. Februar 2008) und Sohn Jamie (geb. Dezember 2010) in Kirchlengern. Hauptberuflich bin ich zuständig für die Lohn- und Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter.

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