Ist eine Zahnzusatzversicherung für Kinder sinnvoll?

Ist eine Zahnzusatzversicherung für Kinder sinnvoll?

Um die Gesundheit der eigenen Kinder möglichst umfangreich zu fördern und zu schützen, sehen sich Eltern des Öfteren mit vielen Fragen konfrontiert. Sollte der Nachwuchs bereits früh auf viele zahnhygienische Maßnahmen angewiesen sein, muss möglicherweise eine Zahnzusatzversicherung in Betracht gezogen werden. Unter bestimmten Voraussetzungen können sich zusätzliche Ausgaben in diesem Zusammenhang lohnen.

Kostendeckung bei Zahnspangen und Kieferorthopädie

Laut verschiedensten Statistiken ist etwa die Hälfte eines Jahrganges auf das Tragen einer Zahnspange angewiesen. Fällt das eigene Kind ebenfalls in diese Kategorie, können anfallende Kosten schnell mehrere Tausend Euro betragen. Stellt sich somit bereits sehr früh heraus, dass das Tragen einer Spange sowie mehrere Eingriffe notwendig sind, sollte nicht allzu lange mit dem Versicherungsabschluss gewartet werden.

Im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung sind Eltern oft mit Einschränkungen konfrontiert, die sich Einzelfall als problematisch herausstellen könnten. Die angewendeten Prinzipien der Wirtschaftlich- und Zweckmäßigkeit sorgen dafür, dass nicht alle Behandlungsmöglichkeiten abgedeckt werden können. “Eine Berücksichtigung der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgt nur dann, wenn die Kieferorthopädische Maßnahme vor dem 18. Geburtstag eingeleitet wurde. Die Rückzahlung des notwendigen Eigenanteils erfolgt erst mit dem Abschluss der Behandlung”, können Fachleute vom Versicherungs- und Wirtschaftsportal Fitformoney bestätigen. Im Falle einer Zahnzusatzversicherung strecken viele Anbieter diesen Eigenanteil vor, sodass während der Behandlung überhaupt keine Kosten entstehen.

Kinder können von kostenlosen Sonderleistungen profitieren

Zahnspangen und andere kieferorthopädische Maßnahmen werden von der gesetzlichen Krankenkasse nur im Rahmen der Regelversorgung abgedeckt. Wer seinen Kindern daher eine schnellere und vor allem schmerzfreie Behandlungen in diesem Rahmen ermöglichen will, kann durch zusätzliche Leistungen eines solchen Tarifs profitieren. Sonderanfertigungen wie innenliegende oder transparente Zahnspangen werden grundsätzlich nur von speziellen Tarifen abgedeckt. Zur Verbesserung des Behandlungserfolges werden oft zusätzliche Stabilisatoren mit der Zahnspange verwendet. Die Kosten für diese sogenannten Retainer werden ebenfalls nicht durch den gesetzlichen Versicherungsschutz abgedeckt.

Feste Zahnspangen oder auch Brackets ermöglichen eine deutlich verkürzte Behandlungszeit und eine leichtere Reinigung der Zähne. Dadurch führt das regelmäßige Naschen von Süßigkeiten allerdings auch schneller zu Kariesbildungen. Eine dagegen wirkende Versiegelung der Zähne wird ebenso wie Brackets von der gesetzlichen Versicherung nicht abgedeckt.

Das Alter stellt bei Zahnzusatzversicherungen kein Hindernis dar

Wie bereits zu Beginn erwähnt, sollte die Entscheidung für eine Zahnzusatzversicherung im Bedarfsfall möglichst früh getroffen werden. Ist ein Unfall passiert oder eine Fehlstellung diagnostiziert worden, ist es in der Regel zu spät für den Abschluss einer Versicherung. In letzterem Fall bleibt Eltern nur noch die Möglichkeit einen Tarif zu wählen, welcher die Kieferorthopädie des Kindes von vornherein ausschließt. Da jene Behandlungen allerdings ein hohes finanzielles Risiko darstellen, ist die Notwendigkeit von Tarifen mit solchen Rahmenbedingungen eher fraglich.

Um die Kosten entsprechend niedrig zu halten und auch unangenehme Überraschungen vorbereitet zu sein, empfiehlt sich der Versicherungsabschluss im Alter von zwei bis drei Jahren. In diesem Kindesalter sind die Tarife nicht nur verhältnismäßig günstiger. Da hier meistens noch keine Erkrankungen vorliegen, ist das Preis-Leistungsverhältnis optimal.

Bildquelle: Pixabay / jennyfriedrichs / https://pixabay.com/de/photos/z%C3%A4hne-putzen-z%C3%A4hne-zahnarztpraxis-2103219/

Eva

Ich bin seit 2008 Produkttesterin, seit 2011 mit dem eigenen Produkttestblog. In meinem Blog schreibe ich über Online-Shops, Produktneuheiten, Freizeitaktivitäten und Reiseziele für Familien und starte wöchentlich Gewinnspiele und Testaktionen für meine Leser. Ich bin alleinerziehend und wohne zusammen mit Tochter Zoe (geb. Februar 2008) und Sohn Jamie (geb. Dezember 2010) in Kirchlengern. Hauptberuflich bin ich zuständig für die Lohn- und Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter.

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