Haarpflege bei Kleinkindern: Die hilfreichsten Tipps für Eltern

Haarpflege bei Kleinkindern: Die hilfreichsten Tipps für Eltern

Beim Versuch die feinen Haare von Kleinkindern zu pflegen, rollt nicht selten die ein oder andere Träne über die Wange. Das Shampoo brennt in den Augen oder auf der Kopfhaut und die Schere des Frisörs macht Angst, wenn sie so nahe kommt. Damit die Haarpflege ohne Drama verläuft, haben wir einige Tipps und Tricks parat, die Kindern wie Eltern dabei helfen sollen, die Haarpflege stressfrei zu überstehen. Welche das sind, erfahren Sie hier.

Die empfindliche Kopfhaut von Kleinkindern

Die Kopfhaut von Babys und Kleinkindern ist überaus empfindlich. Im Vergleich zu uns Erwachsenen reagiert sie viel schneller und stärker auf unpassende Pflege. So kann die Verwendung der falschen Produkte zu Rötungen und Irritationen der Haut führen. Ebenso erhöht zu häufiges und grobes Waschen die Gefahr, dass die Kopfhaut austrocknet und beginnt zu jucken.

Außerdem sollten Sie besonders in den Sommermonaten dafür sorgen, dass das Haar und die Kopfhaut der Kleinen immer ausreichend geschützt werden. Das feine Kinderhaar schützt die Kopfhaut nämlich kaum. Das Haar kann im Sommer etwas kürzer geschnitten werden – für weniger Stress im Urlaub! Mit Vorsicht und Feingefühl lassen sich die Haare selber schneiden. Eine vertraute Person als FriseurIn macht den Vorgang gleich um einiges angenehmer.

Das richtige Haarewaschen

Um den Haarwaschprozess möglichst angenehm zu gestalten, greifen Sie am besten zu speziellen Kinder-Shampoos. Achten Sie darauf, dass die Hautverträglichkeit klinisch und dermatologisch bestätigt wurde.

Diese Shampoos zeichnen sich im Allgemeinen dadurch aus, dass sie sehr mild und auf die Bedürfnisse von Kinderhaaren abgestimmt sind. Die Zusammensetzung sollte dem pH-Wert der Kopfhaut entsprechen. Durch die Milde wird ebenfalls verhindert, dass die Augen brennen, wenn beim Auswaschen etwas Schaum dorthin gelangt.

Ein extra Tipp für tränenfreies Ausspülen: Geben Sie Ihrem Kind einen nassen Waschlappen in die Hand, um sich vor den Shampoo-Resten zu schützen. Dadurch wird es in den Waschprozess aktiv integriert und bekommt etwas Kontrolle, was die Angst verringert und gleichzeitig ablenkt. Eine andere Möglichkeit ist das Aufsetzen einer Taucherbrille, die die Augen perfekt vor Wasser schützt, aber am Hinterkopf etwas im Weg sein mag.

Betreffend der Wassertemperatur ist lauwarmes Wasser optimal. Zu warmes oder gar heißes Wasser quillt die Haarstruktur auf und erschwert im Nachhinein das Kämmen. Deshalb: Je kühler, desto besser!

Übrigens fetten die Haare der Kleinen bis zur Pubertät für gewöhnlich sehr langsam nach. Das bedeutet, dass ein- bis zweimaliges Haarewaschen in der Woche völlig ausreicht. Zu häufige Haarwäsche kann der Kopfhaut zusetzen und sie austrocknen, was sich meistens durch Juckreiz und Ausschlag bemerkbar macht.

Trocknen & Frisieren

Wenn kein Zeitdruck herrscht, raten wir dazu, die Haare lufttrocknen zu lassen. Die feinen, meist recht dünnen Kinderhaare reagieren nämlich besonders empfindlich auf die Hitze eines Föhns. Wenn es schnell gehen muss und die Zeit für das Lufttrocknen nicht ausreicht, dann den Föhn bitte auf die niedrigste Hitzestufe stellen!

Für Zopf- und Flechtfrisuren gilt, dass die Haare besser locker geflochten werden sollten, um sie nicht zu beschädigen. Vermeiden Sie unbedingt Haargummis mit Metallstücken, da diese die Haare aufrauen und brechen können. Vor allem beim Entfernen verhaken sich darin gern einmal ein paar Haare und werden mitgerissen.

Zum Frisieren sollten nur hochwertige Bürsten und Kämme zum Einsatz kommen. Abgebrochene Zinken oder Kämme aus Plastik gehören keinesfalls zur gesunden Haarpflege von Kindern – dasselbe gilt übrigens auch für Erwachsene. Naturborsten pflegen und entknoten das Haar auf sanfte Art und Weise. Mit der passenden Bürste darf ruhig oft und regelmäßig gebürstet werden. Denn das erhöht einerseits den Glanz und vermeidet andererseits die Bildung von Knoten.

Tipps und Tricks

Zu guter Letzt haben wir hier noch ein paar Tipps und Tricks für eine problemlose Haarwäsche, die dem Kind am Ende sogar noch Spaß bereitet:

  • Nehmen Sie die Hektik heraus! Eine Badewanne bietet gegenüber einer Dusche eine ruhigere Atmosphäre. Darüber hinaus kann sich das Kind mit allerlei Badeutensilien ablenken und sich mit dem Wasser anfreunden. Ebenso erleichtert das in den Nacken legen des Kopfes das Ausspülen der Haare.
  • Waschen Sie gemeinsam! Binden Sie Ihr Kind ein, indem es beispielsweise die Shampoo-Flasche selbst drücken darf oder lassen Sie es sich selbst die Haare aufschäumen oder den Brausekopf festhalten. Bereits im Vorhinein können Sie Ihrem Kind die Wahl überlassen, welche Pflegeprodukte es gerne hätte und welches am besten riecht.
  • Verwenden Sie 2-in-1 Produkte! Wenn der/die Kleine nur wenig Freude an der Körper- und Haarpflege findet, dann empfehlen sich 2-in-1 Produkte für Haare und Körper. Der Waschprozess wird verkürzt und ist vorbei, bevor Ihr Kind überhaupt zu quengeln anfangen kann.
  • Benützen Sie Anti-Ziep-Sprays! Diese speziellen Sprays entwirren die Haare und machen sie leichter kämmbar. So wird Haarbruch insbesondere bei nassen Haaren verhindert. Und dabei muss der Spray nicht einmal ausgespült werden. Beim Kauf sollte auf natürliche Inhaltsstoffe wie Teebaum- oder/und Eukalyptusöl geachtet werden.

Fazit: Haarpflege der Kleinen leicht gemacht

Ans regelmäßige Haarewaschen müssen sich Kleinkinder erst einmal gewöhnen. Leider können in diesem Alter nur wenige Gefallen an der Prozedur finden. Diese Tipps erleichtern Ihnen und Ihren Kindern die Haarpflege und sorgen im besten Fall dafür, dass sie tränenfrei vonstattengeht.

Eva

Ich bin seit 2008 Produkttesterin, seit 2011 mit dem eigenen Produkttestblog. In meinem Blog schreibe ich über Online-Shops, Produktneuheiten, Freizeitaktivitäten und Reiseziele für Familien und starte wöchentlich Gewinnspiele und Testaktionen für meine Leser. Ich bin alleinerziehend und wohne zusammen mit Tochter Zoe (geb. Februar 2008) und Sohn Jamie (geb. Dezember 2010) in Kirchlengern. Hauptberuflich bin ich zuständig für die Lohn- und Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter.

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