„Frieda von Richthofen: Eine Frau sprengt die Fesseln ihrer Zeit“ von Annabell Abbs

„Frieda von Richthofen: Eine Frau sprengt die Fesseln ihrer Zeit“ von Annabell Abbs

*Anzeige* Ich möchte euch heute eine interessante Romanbiografie aus dem btb Verlag über das Leben einer ungewöhnlichen Frau vorstellen.

Frieda von Richthofen: Eine Frau sprengt die Fesseln ihrer Zeit“

  1. Verlag: btb Verlag
  2. Autor: Annabell Abbs
  3. Seitenzahl: 464
  4. Erscheinungsdatum: 12. Juli 2021
  5. Sprache: Deutsch
  6. ISBN: 978-3442719426

Inhalt:

Deutschland, 1907:

Frieda von Richthofen, verheiratet mit einem britischen Professor und Mutter dreier Kinder, besucht ihre Schwester in München. Lebenshungrig taucht die junge Frau ein in die Schwabinger Boheme – in die Welt der Künstler, Freigeister und freien Liebe.

England, 1912:

Gefangen in ihrer Ehe, trifft Frieda den mittellosen Schriftsteller D. H. Lawrence. Ihre stürmische Liebe ist ein gesellschaftlicher Skandal. Frieda muss eine mutige Entscheidung treffen. (Klappentext)

Meine Meinung:

Annabell Abbs gelingt es von Beginn an gut die Atmosphäre, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in England herrschte, zu vermitteln. Es wird schnell nachvollziehbar, dass Frieda sich eingeengt fühlt und ihr die Etikette sowie die gesellschaftlichen Zwänge zuwider sind. Mit der Möglichkeit ihre Schwester Johanna in München zu besuchen, kann sie dem Entfliehen. Sie fühlt sich endlich frei und beginnt eine Affäre mit dem Psychoanalytiker Otto Gross. Als sie nach England zurückkehrt, fühlt sie sich eingeengter als je zuvor. Wenig später verliebt sie sich in den Schriftsteller D.H. Lawrence und wird dessen Muse. Aus gesellschaftlicher Sicht ist ihr Verhalten skandalös.

Die Ereignisse sind aus unterschiedlichen Perspektiven beschrieben und werden aus Friedas, Ernests (Friedas Ehemann), Montys (ihr Sohn) und Barbys (ihre Tochter) Sicht geschildert. Dadurch erhält man nochmals einen ganz anderen Blick auf Frieda und ihre Entwicklung.

Auch wenn hier Frieda von Richthofen im Mittelpunkt steht, erfährt man anhand ihres Lebens eine Menge über die damalige Zeit. Die Sitten, Bräuche und gesellschaftlichen Erwartungen sind gut in die Handlung eingebunden. Frieda ist eine bemerkenswerte Frau, die immer wieder die Fesseln ihrer Zeit sprengt.

Das Buch liest sich flüssig und angenehm. Durch die Perspektivwechsel ist es abwechslungsreich und unterhaltsam. An kleinen Details merkt man wie gut hier recherchiert wurde und der Epilog sowie die historischen Anmerkungen runden das Lesevergnügen gelungen ab.

Mein Fazit:

Frieda von Richthofen ist eine kluge und mutige Frau, deren Leben hier gelungen eingefangen wurde. Leser, die Romanbiografien mögen, liegen mit diesem Buch genau richtig.

Elke

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