Filmkritik – Prisoners

Am 13.02.2014 erscheint „Prisoners“ im Vertrieb von Universal Pictures auf DVD, Blu-ray und im Blu-ray Steelbook. Ich durfte schon vorab einen Blick auf die DVD werfen.

Fakten zum Film:
USA. 2013.
Regie: Denis Villeneuve
Buch: Aaron Guzikowski
Kamera: Roger A. Deakins (Oscar nominiert für die beste Kamera)
Darsteller: Hugh Jackman (u.a. bekannt aus Les Miserables), Jake Gyllenhaal (ausgezeichnet mit den Hollywood Film Awards als Bester Nebendarsteller, bekannt aus Brokeback Mountain), Terrence Howard, Viola Davis, Maria Bello, Melissa Leo, Paul Dano, Dylan Minnette u.a.
Länge: 153 Minuten
FSK: 16

Inhalt:
An Thanksgiving verschwinden in einer Kleinstadt die sechsjährige Tochter Anna (Erin Gerasimovich) von Keller Dover (Hugh Jackman) und deren beste Freundin Joy plötzlich und spurlos. Der ambitionierte Detective Loki (Jake Gyllenhaal) soll die beiden Mädchen wiederfinden.
Der erste Verdächtige ist schnell geschnappt – der geistig zurückgebliebenen Alex Jones (Paul Dano), der das Wohnmobil gefahren hat, bei dem die Kinder zuletzt gesehen wurden. Aus Mangel an Beweisen muss er aber wieder frei gelassen werden. Ganz zum Entsetzen von Familienvater Dover, der fest davon überzeugt ist, dass Jones weiß, wo seine Tochter gefangen gehalten wird. Verzweifelt und in blinder Wut nimmt Dover das Gesetz selbst in die Hand und versucht in Selbstjustiz das Versteck der Mädchen aus dem vermeintlichen Entführer herauszufoltern.

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Meine Meinung:
Der Film hat mich tief getroffen und bewegt. Gerade als Mutter einer Tochter im selben Alter der entführten Kinder fühlt und leidet man mit. Und so schlimm es sich anhört – man kann den Familienvater irgendwie verstehen. Zwischendurch will man Detective Loki schütteln und zurufen „Mensch, dass ist doch glasklar, jetzt guck doch mal richtig hin du Depp“, z.B. als es um ein Medaillon geht, welches die Leiche eines damaligen Kinderschänders trug. Der Film ist vom Anfang bis zum Ende nervenaufreibend. Als Zuschauer ist man mitten im Geschehen dabei, fiebert mit, grübelt über die Zusammenhänge. Auch als der Film vorbei war, hing ich meinen Gedanken nach, die Story nimmt man mit ins Bett (und kann nicht einschlafen vor Aufregung).
Der Film ist perfekt besetzt, alle Darsteller sind absolut authentisch und glaubhaft. Der Spannungsbogen ist genial und es gibt immer wieder neue Erkenntnisse und Überraschungen.
Etwas irritiert hat mich der Titel – bei „Prisoners“ hätte ich irgendwie mit einem klassischen Gefängnis-Film gerechnet. Aber hier geht es um eine andere Art von Gefangenschaft, die gleich mehrere Personen durchleben – teilweise schon seit Jahrzehnten.
Ein nervenaufreibender Psychothriller, für mich seit langem der beste Film aus dem Genre – absolut sehenswert!

Über Eva

Ich bin seit 2008 Produkttesterin, seit 2011 mit dem eigenen Produkttestblog. In meinem Blog schreibe ich über Online-Shops, Produktneuheiten, Freizeitaktivitäten und Reiseziele für Familien und starte wöchentlich Gewinnspiele und Testaktionen für meine Leser. Ich bin alleinerziehend und wohne zusammen mit Tochter Zoe (geb. Februar 2008) und Sohn Jamie (geb. Dezember 2010) in Kirchlengern. Hauptberuflich bin ich zuständig für die Lohn- und Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter.

5 commenti su “Filmkritik – Prisoners

  1. Hallo, ja ich habe diesen Film damals im gesehen und ich kann mich Deiner Meinung nur anschließen. Mir sind oft Gedanken durch den Kopf geschossen, in denen ich an eigene Familienmitglieder denken musste. Nur der Schluss hat mir so gar nicht gefallen.

    • stimmt, am Ende fehlte was und Fragen blieben offen! Ich hätte gerne wenigstens im Abspann so etwas nach dem Motto „xy wurde gerettet, z musst so und so viele Jahre in Haft“ o.ä. gehabt.

  2. Interessant wäre ein Artikel über die FSK Wertungen, gelegentlich gibt es sogar Filme mit einer 18 Wertung die ich meine Kinder (16&14) sehen lassen würde, aber andererseits gibt es Filme ab 12 die sollten ein 16er Wertung bekommen. Echter Unfug teilweise.

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