DIY in Corona-Zeiten – Nähen als Entspannungsmaßnahme

DIY in Corona-Zeiten – Nähen als Entspannungsmaßnahme

Lange Wintertage eignen sich von jeher zu allerlei Tätigkeiten zu Hause – mit der Familie Plätzchen backen oder bei einem Gesellschaftsspiel gemeinsamen Spaß haben. Durch Corona haben wir noch mehr Zeit und können uns in unseren vier Wänden einmal mit etwas ganz Neuem beschäftigen. Wie wäre es mit einer der ältesten handwerklichen Tätigkeiten der Welt? Beim Nähen kannst du zu Nadel und Faden oder einer Maschine greifen und Geschenke fertigen oder praktische Dinge für zu Hause. Und auch dein Nachwuchs hat bestimmt Spaß an eurem kreativen Hobby!

Für den effektiven Zusammenhalt 

Als Familie haltet Ihr zusammen. Auch Nähte sorgen dafür, dass zusammenbleibt, was zusammengehört: Fast alles, was du an deinem Körper trägst, hat eine Naht. Und viele weitere Textilien, die durch Nadel und Faden in ihre gewünschte Form gebracht und miteinander verbunden werden. 

Im weitesten Sinne nähten unsere Vorfahren bereits vor knapp 35.000 Jahren: Sie bohrten kleine Löcher in Tierhäute und hielten sie mit Sehnen zusammen. Keine Sorge – inzwischen hat sich das Handwerk weiterentwickelt. Statt abgezogenem Leder selbst erlegter Tiere kannst du all die Stoffe online bestellen, nach denen dir der Sinn steht – von der gewünschten Farbe über die Festigkeit bis zur Größe. Nimm dann noch Nadel und Faden oder Nähmaschine, Stoff und Schnittmuster zu Hand – schon kann es losgehen mit dem erneuten Zusammenhalt!

Ein gelungenes Comeback

So alt das Nähen an sich, so sehr fristete es in den vergangenen Jahren ein Schattendasein. Ein Überangebot an Kleidung, Taschen, Kissenbezügen und Co. erspart uns das Selbermachen, die Lust am technischen Fortschritt konsumiert die freien Stunden, die zwischen Arbeit und Haushalt bleiben. Doch der Trend geht zurück zum Altbewährten: Häkeln, Stricken und Nähen sind wieder im Kommen.

Möchtest du dem Trend folgen, hast du zwei Möglichkeiten: Du nähst mit Nadel und Faden oder einer Nähmaschine. Vor einem Kauf kannst du auch erst einmal bei einer Freundin erste Nähversuche an einer Maschine unternehmen. Denn unter den rund sieben Millionen Hobby-Nähern in Deutschland ist sicher auch eine Bekannte von dir dabei. Besser als beim beruhigenden Klappern einer Nähmaschine lässt es sich ja auch kaum entspannen …

Nützliche Entspannung

Wann findest du das schon: ein Hobby, mit dem du einmal völlig abschalten und am Ende praktische Resultate vorweisen kannst?

Unser Alltag ist hektisch, wir stehen ständig unter Zeitdruck. Wie wäre es, einmal das Smartphone auszuschalten, dich für einige Stunden zurückzuziehen und zu relaxen? Du benötigst dazu keine Wellness-Anwendung oder ein Wochenende im Luxushotel. Die Arbeit mit deinen eigenen Händen, die Konzentration auf Stoff und Schnittmuster lässt dich auf eine ganz andere Art abschalten. 

Selbstbewusst dank Kreativität

Statt Schnittmuster kannst du auch auf eigene Faust kreativ werden und Materialien, Farben und Formen kombinieren. Sieh dir selbst dabei zu, wie dein Wunschprodukt entsteht! Hältst du am Ende, das fertige Produkt in der Hand, kannst du stolz auf deine Leistung sein und dich darauf freuen, in dein selbstgenähtes Sommerkleid zu schlüpfen!

Im Namen der Umwelt

Nachhaltig handelst du auch, kaufst du schadstofffreie Stoffe aus lokaler Herstellung und legst selbst Hand an. Ohne lange Transportwege sparst du CO², die Textilien wurden unter fairen Bedingungen gefärbt, du wirst dein Lieblingskleidungsstück jahrelang mit Freude tragen. 

Freude machen kannst du auch eurem Nachwuchs – lässt du ihn an deinem entspannenden Hobby teilhaben:

Nadel, Faden und ein Stück Stoff

Mehr brauchen Kinder nicht für ein selbstgestaltetes Kunstwerk und ein Strahlen im Gesicht. Gleichzeitig fördert Nähen feinmotorische Fähigkeiten, die Konzentration, Kreativität und Geduld. Das Lesen der Anleitungen schult das Textverständnis ebenso wie die Kalkulation von Stoff und Nahtzugabe die Rechenkünste. Und das ganz nebenbei! Beginne mit einfachen Schnittmustern – wie wäre es mit einem Lesezeichen aus Stoff, einem Bezug für die Wärmeflasche oder einen kleinen Brustbeutel? 

Haben die Kleinen wirklich Spaß am Nähen, kannst du ab einem Alter von rund sechs Jahren auch über eine Kindernähmaschine für sie nachdenken. Das geringe Tempo passt perfekt zu dem Hauptgrund, weshalb auch du das Nähen für dich entdeckt hast: Es entschleunigt!

Eva

Ich bin seit 2008 Produkttesterin, seit 2011 mit dem eigenen Produkttestblog. In meinem Blog schreibe ich über Online-Shops, Produktneuheiten, Freizeitaktivitäten und Reiseziele für Familien und starte wöchentlich Gewinnspiele und Testaktionen für meine Leser. Ich bin alleinerziehend und wohne zusammen mit Tochter Zoe (geb. Februar 2008) und Sohn Jamie (geb. Dezember 2010) in Kirchlengern. Hauptberuflich bin ich zuständig für die Lohn- und Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter.

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