Deutschland liest vor – Vorlesen mit Winnie Puuh

Deutschland liest vor – Vorlesen mit Winnie Puuh

Im Rahmen der Kampagne „Vorlesen mit Winnie Puuh“ hat Disney eine Umfragestudie zum Vorleseverhalten von Eltern durchführen lassen und die Ergebnisse bestätigen, dass in deutschen Kinderzimmern gerne und regelmäßig vorgelesen wird.


Rund 50 % der Eltern lesen ihren Kindern täglich vor – im Vergleich zu anderen Ländern, wie z.B. Großbritannien (30 %*), geht Deutschland damit mit gutem Beispiel voran.
Dennoch gibt es auch bei uns Verbesserungsbedarf: Knapp drei Viertel der Hauptvorleser sind Frauen, doch nur 21 % der Väter übernehmen in ihrer Familie regelmäßig das Vorlesen. Zudem schätzt sich fast ein Viertel der Befragten selbst als schlechte Vorleser ein.
Übrigens orientieren sich dabei 43 % der Vorlesenden an Geschichten, die ihnen in der Kindheit selbst vorgelesen wurden: Getragen von eigenen Erinnerungen an die Kindheit, schaffen bekannte und beliebte Charaktere generationsübergreifend emotionale Momente.

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Ergebnisse der Studie:

– Das Vorlesen von Büchern ist bei Eltern mit Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren sehr beliebt: Der Großteil liest seinem Kind mehrmals die Woche vor (89 %), gut jeder Zweite (52 %) sogar täglich. Dabei sind Märchen, Tiergeschichten und Bilderbücher die beliebtesten Leseinhalte.
– In den meisten Fällen liest die Mama vor (73 %). Der Papa wird nur von jedem Fünften als Hauptvorleser angegeben.
– Wenn Eltern einmal nicht vorlesen können, dann liegt es hauptsächlich daran, dass sie zu spät aus der Arbeit nach Hause kommen (28 %) oder dringende Arbeiten im Haushalt erledigt werden müssen.
– Fast ein Viertel der Befragten schätzt sich selbst jedoch als schlechte Vorleser ein. Diese Gruppe zeigt sich auch besonders schüchtern im Einsatz von Hilfsmitteln, wie z.B. Stofftieren.
– 84 % der Befragten wurde früher selbst von ihren Eltern vorgelesen.
– Nur 22 % der Befragten mit Kindern zwischen 2 – 6 Jahren lesen auch unterwegs, zum Beispiel in der Bahn, vor.
– Knapp jeder Zweite sieht in der modernen Technologie mindestens manchmal eine Konkurrenz zum Vorlesen. Insbesondere Eltern mit 6-jährigen Kindern sehen dies problematisch.

WinniePuuh

Vorlese-Tipps

Routine ist wichtig!
Schaffen Sie durch wiederkehrende Rituale Nähe, Geborgenheit und Sicherheit – lesen Sie Ihrem Kind regelmäßig vor, am besten sogar täglich. Hierfür eignet sich ein ruhiger, atmosphärischer Ort. Auch der Zeitpunkt sollte stimmen: Viele Kinder lieben Geschichten vor dem Zubettgehen!

Väter mit einbeziehen!
Die Väter können beim Vorlesen mal das Publikum sein – Vater und Kind hören zu, wenn Mama liest und steuern zusammen Geräusche und Gesten bei. Das funktioniert auch in jeder anderen Konstellation und mit mehr Routine steigt auch das Selbstvertrauen, so dass es bestimmt auch mal ohne Mama funktioniert.

Kreativität ist erwünscht!
Kreativität ist nicht nur von Ihnen als Geschichtenerzähler gefragt – gemeinsam mit Ihrem Kind können Sie das Ende der Geschichte neu erfinden oder sogar eine Fortsetzung entwickeln. Fragen Sie nach: Wie hat Ihrem Kind die Geschichte gefallen – was war spannend, lehrreich oder witzig, was nicht so sehr?

Vorlesen trotz Arbeit!
Versuchen Sie ein Rotationsprinzip einzuführen, bei dem jeden Tag verschiedene Personen mit dem Lesen dran sind. Binden Sie Großeltern, Geschwister, Freunde und Babysitter mit ein aber versuchen Sie wirklich, diese wertvollen Momente für Ihr Kind vor dem Zubettgehen zu schaffen.

Kinder aktiv einbinden!
Lassen Sie Ihr Kind mitbestimmen – Geschichten, die vorgelesen werden, sollten besonders Ihrem Nachwuchs gefallen. Natürlich macht es besonders viel Spaß, wenn die Geschichten sowohl dem Vorleser, als auch dem Zuhörer gefallen.

Beidseitiges Zuhören ist wichtig!
Gehen Sie auf Zwischenfragen Ihres Kindes ein, denn Kinder sind neugierig und wissbegierig. Sicher finden Sie schnell heraus, wenn Ihr Kind etwas nicht verstanden hat oder ein Teil besonders gut angekommen ist. Binden Sie den kleinen Zuhörer mit ein und sprechen Sie nach der Geschichte über das Vorgelesene.

Trauen Sie sich!
Kinder bemerken schnell, wenn Sie mit Ihren Gedanken woanders sind – genießen Sie die gemeinsame Zeit mit Ihrem Kind und schlüpfen Sie in verschiedene Rollen, denn mit verschiedenen Stimmen erwecken Sie die Geschichte zum Leben. Auch andere Requisiten wie Handpuppen und Stofftiere können eingebunden werden. Die besten Erzähler lassen es zu, sich selbst in der Geschichte zu verlieren. Gestatten Sie sich einfach, frei und laut und witzig zu sein und motivieren sie auch die Kinder dazu – das ist unglaublich befreiend!

Liebevolle Helden erobern die Kinderzimmer!
Überlegen Sie einmal selbst: Welcher Charakter hat Sie als Kind am meisten beeindruckt und geprägt? Bestimmt wird auch Ihr Sprössling diese Figur lieben. Jede Entwicklungsphase und jede Situation hält unterstützende Geschichten für die Kleinen bereit, die Mut machen oder mitfühlen können.

Vorlesen geht auch unterwegs!
Es muss nicht immer nur zu Hause vorgelesen werden, spannende Mini-Bilderbücher finden in den kleinsten Taschen Platz. Das ist praktisch, wenn man im Stau steht – schließlich weiß man nie, wann es nicht mehr weitergeht. Auch Flug- oder Bahnreisen sind manchmal echt lang und schwierig für die Kids; Geschichten beruhigen sie sofort, so dass die Kleinen nicht anfangen, die Mitreisenden zu nerven! Ein echter Glücksfall sind auch interaktive Stickerbücher, die bei Verspätungen immer gut ankommen.

 

Wie sieht’s bei euch aus? Lest ihr regelmäßig vor? Welche Geschichten mögen eure Kids am liebsten?

Eva

Ich bin seit 2008 Produkttesterin, seit 2011 mit dem eigenen Produkttestblog. In meinem Blog schreibe ich über Online-Shops, Produktneuheiten, Freizeitaktivitäten und Reiseziele für Familien und starte wöchentlich Gewinnspiele und Testaktionen für meine Leser. Ich bin alleinerziehend und wohne zusammen mit Tochter Zoe (geb. Februar 2008) und Sohn Jamie (geb. Dezember 2010) in Kirchlengern. Hauptberuflich bin ich zuständig für die Lohn- und Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter.

4 Gedanken zu “Deutschland liest vor – Vorlesen mit Winnie Puuh

  1. Ich lese ja selbst seit ich klein bin und hab nen Bücherregal mit 200 ungelesenen Büchern, die noch warten.. hiihihi.. Mein sohn kennt also Bücher auch vom Babyalter. Krabbeln gelernt hat er, weil er endlich mal an die Bücher wollte. Gestern kam er zum ersten Mal auch abends an. Mama, du Buch vorlesen.. Sonst sehen wir uns nur tagsüber seine Bücher an..

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