Das sollte man über Kontoführungsgebühren und kostenlose Girokonten wissen

Das sollte man über Kontoführungsgebühren und kostenlose Girokonten wissen

Viele Verbraucher ärgern sich über steigende Kontoführungsgebühren, doch gibt es auch kostenlose Girokonten? Mit diesen Tipps findet man sie und stellt sicher, dass sie auch wirklich kostenfrei bleiben.

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Gibt es Girokonten ohne Kontoführungsgebühren?

Die Verwaltung von Girokonten sowie die Bereitstellung von EC-Karten bedeuten Aufwand für Banken. Aus diesem Grund erhebt ein Großteil der Banken Kontoführungsgebühren. Sie dienen dazu, die entstehenden Kosten zu decken. In den letzten Jahren ließ sich beobachten, wie immer mehr Kreditinstitute ihre Kontoführungsgebühren anhoben – ein Trend, der wahrscheinlich noch nicht am Ende ist. 

Für Bankkunden entstehen dadurch Mehrkosten. Diese Mehrkosten rühren überwiegend daher, dass es für Banken immer schwieriger wird, kostendeckend zu arbeiten: Personal, Filialen und Infrastruktur sind teuer. Gleichzeitig sinkt durch die freie Bankwahl und das Online-Banking aber die Wertschöpfung. 

Bankkunden müssen die steigenden Kosten nicht einfach so hinnehmen. Ein Kontowechsel kann Abhilfe verschaffen, doch gibt es wirklich Girokonten ohne Kontoführungsgebühren?

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So findet man ein kostenloses Girokonto

Für Verbraucher wird aktuell alles teurer. Die Inflation sorgt dafür, dass die Kaufkraft des Geldes nachlässt. Es ist also nur recht und billig, dass viele Personen, mögliche Einsparungen auch umzusetzen. Der Kontowechsel ist eine gute Möglichkeit, um monatliche Fixkosten zu reduzieren. Zwar liegen die durchschnittlichen Kontoführungsgebühren nur bei 4,55 € pro Monat, doch auch diese Summen läppern sich zusammen: Pro Jahr muss man also durchschnittlich fast 55 € für sein Bankkonto bezahlen.

Ohne Girokonto geht es aber nicht. Dennoch sehen es immer weniger Bankkunden ein, monatliche Gebühren abzuführen, wenn auch die Möglichkeit besteht, ein Konto ohne Kontoführungsgebühren zu eröffnen. Aber wie findet man ein kostenloses Bankkonto? Und worauf sollte man bei der Suche achten?

Online-Banken bieten attraktive Kontomodelle

Banken untergliedern sich in zwei Arten – die Filialbanken und die Online-Banken. Filialbanken haben Niederlassungen in zahlreichen Städten. In der Vergangenheit waren sie bei Verbrauchern aufgrund des nahen Kontaktes zu Ansprechpartnern und der Vor-Ort-Betreuung sehr beliebt. Durch die Digitalisierung geraten die Vorteile der Filialbanken aber immer mehr ins Hintertreffen. 

Somit entstehen den Banken hohe Kosten für den Betrieb ihrer Filialen, deren Dienstleistungen aber nur noch bedingt genutzt werden. Diese Entwicklung ist ein maßgeblicher Grund sowohl für die sich häufenden Filialschließungen als auch für das Ansteigen der Kontoführungsgebühren.

Bei Online-Banken handelt es sich um Direktbanken, die auf Filialen verzichten und eine komplett digitale Abwicklung ermöglichen. Weil Online-Banken Profis im Bereich der Digitalisierung sind und ihre Fixkosten durch den Verzicht auf Filialen klein halten können, ist es ihnen oft möglich, Kunden bessere Angebote zu machen. 

Viele Online-Banken bieten ihren Kunden demzufolge kostenlose Girokonten an, bei denen man aber nicht auf Service verzichten muss. Wer die Bank wechseln muss oder möchte, tut also gut daran, den Wechsel zu einer Online-Bank in Betracht zu ziehen.

Kostenloses Girokonto eröffnen – darauf sollte man achten

Verbraucher sollten sorgfältig recherchieren, bevor sie die Bank wechseln. Vermeintlich attraktive Angebot halten nämlich oft nicht das, was sie versprechen. Das liegt daran, dass der Verzicht auf Kontoführungsgebühren in einigen Fällen an bestimmte Klauseln und Einschränkungen geknüpft ist. Wer sich jedoch gut vorbereitet und Girokonten vergleicht oder Testberichte liest, sollte relativ schnell ein Konto finden, das wirklich kostenfrei ist. Diese Stolperfallen sollte man kennen:

Monatlicher Mindestgeldeingang

Banken verdienen am eingelegten Kapital. Es ist also in ihrem Interesse, dass Kunden einen möglichst regelmäßigen und hohen Geldeingang haben. Um das sicherzustellen, gewähren viele Banken die Kostenfreiheit nur, wenn ein gewisser monatlicher Geldeingang nicht unterschritten wird. Wer ein kostenloses Konto eröffnen möchte, sollte die AGB der Bank also auf derartige Klauseln prüfen.

Ausgeschlossene Leistungen

Ein Konto ist nur dann wirklich kostenfrei, wenn auch durch standardmäßigen Service keine Kosten entstehen. Deshalb sollte man darauf achten, ob das Tätigen von Überweisungen, das Abrufen von Kontoauszügen sowie die Bereitstellung einer Bankkarte ebenfalls kostenlos sind. 

Bargeldbeschaffung

Im digitalen Bereich sind Online-Banken Meister, doch was Bargeldbeschaffung betrifft, können sie Filialbanken noch nicht komplett das Wasser reichen. Vor der Kontoeröffnung sollte man also abklären, ob und wo man kostenlos Bargeld abheben kann.

Keine Zusatzleistungen möglich

Manchmal kann es auch vorkommen, dass Banken bei einem kostenlosen Konto keine Zusatzleistungen wie Kreditkarten anbieten. Wer Kreditkarten für Gaming & Co nutzen möchte, sollte sicherstellen, ob diese ausgestellt werden können und ob sie Gebühren verursachen.

Eva

Ich bin seit 2008 Produkttesterin, seit 2011 mit dem eigenen Produkttestblog. In meinem Blog schreibe ich über Online-Shops, Produktneuheiten, Freizeitaktivitäten und Reiseziele für Familien und starte wöchentlich Gewinnspiele und Testaktionen für meine Leser. Ich bin alleinerziehend und wohne zusammen mit Tochter Zoe (geb. Februar 2008) und Sohn Jamie (geb. Dezember 2010) in Kirchlengern. Hauptberuflich bin ich zuständig für die Lohn- und Gehaltsabrechnung der Mitarbeiter.

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